ÜBER

collaboration between the VET Systems & the COMPANIESIn Anbetracht der hohen Arbeitslosigkeit vor allem bei jungen Menschen in Europa können  Ausbildungssysteme einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Beschäftigungssituation leisten. Ein Schlüsselfaktor ist dabei die enge Zusammenarbeit zwischen den Akteuren des Ausbildungssystems: den schulischen und den unternehmensseitigen Akteuren. Dies wird in dualen Ausbildungssystemen gut realisiert. Die Übertragung von Elementen des dualen Systems kann zur Bewältigung der hohen Jugendarbeitslosigkeit beitragen.

Die Einführung von Elementen des dualen Systems in Länder, die bislang über kein duales System verfügen, erfordert kulturelle und strukturelle Anpassungen.

  • Unternehmen müssen sich ihrer wichtigen Rolle als Arbeitgeber, der auch für Ausbildung zuständig ist, bewusst werden und neuen Wegen der Zusammenarbeit mit Berufsschulen offen gegenüberstehen.
  • Darüber hinaus müssen Lehrende ihre Art zu lehren anpassen und neue pädagogische Schlüsselkompetenzen entwickeln, die nicht zwingend in formalen Curricula zu finden sind, sondern eher informellen Charakter haben.

Lehrende sollten:

  • in einer besonderen pädagogischen Weise unterrichten,
  • einige spezifische Lehrmethoden, die an das jeweilige Ausbildungssystem und entsprechende Lehrsituationen angepasst wurden, beherrschen,
  • sicherstellen, dass die Schüler/-innen durch die enge Zusammenarbeit mit den Unternehmen die in den Lehrplänen angegebenen Kompetenzen erwerben,
  • die zentralen pädagogischen Kompetenzen (key pedagogical competences) entwickeln, die innerhalb des dualen Systems von Bedeutung sind.

Innerhalb dieses Projektes möchten wir Folgendes erreichen:

  • Begünstigung eines engeren Kontakts zwischen den Unternehmen und den schulischen Akteuren der Ausbildungssysteme (in den Partnerländern, in denen es bislang kein duales System gibt)
  • Entwicklung neuer Lehr- und Lernszenarien sowie Methodologien, die es den Lehrenden ermöglichen, die notwendigen pädagogischen Schlüsselkompetenzen und Lehrmethoden zu entwickeln, die in dualen Ausbildungssystemen notwendig sind
  • Entwicklung von Lernmechanismen, die den Transfer von Lerninhalten aus dem Unterricht zum Arbeitsplatz verbessern und die stärker auf Kompetenzen (das, was angewendet wird) als auf Fähigkeiten (das, was gelernt wird) fokussiert